Störungen

Vom Umgang mit Verbalattacken und rhetorischen Manövern

 

Auf der Bühne stehen Sie im Fokus – auch für Anfeindungen. Wie setzen Sie sich gegen unfaire Zwischenrufe und sonstige Formen verbaler Gewalt zur Wehr?

Vor einer Gruppe zu stehen, für die eigenen Überzeugungen einzutreten – das erfordert einigen Mut. Weit weniger Mut gehört dazu, aus einer Gruppe heraus, womöglich anonym, destruktive Kritik zu üben und jemanden bloßzustellen.

Selbst wenn Sie die große Mehrheit des Publikums auf Ihrer Seite haben, können Ihnen ein oder zwei Unzufriedene Ihren ganzen Auftritt „zerschießen“. Wenn Sie auf diese Weise zur Zielscheibe werden – und damit müssen Sie immer rechnen, ohne darauf vorbereitet zu sein -, können Sie sich nicht einfach wegducken. Ebenso wenig ist es in der Regel möglich, den Angriff zu ignorieren. Was sollen Sie tun? Einstecken oder zurückschlagen? Dieses Entweder – Oder kann erheblichen Stress verursachen.

Anstatt jetzt schnell zu reagieren – atmen Sie erstmal tief durch und bewahren Sie die Ruhe. Damit signalisieren Sie allen Anwesenden, dass Sie sich nicht mit Ihrem Angreifer auf eine Stufe stellen und sich nicht dessen Spielregeln aufzwingen lassen.

Machen Sie sich bewusst, dass der Angriff vermutlich wenig mit Ihrer Person zu tun hat. Wer es nötig hat, andere abzuwerten oder zu verletzen, handelt oft aus einem Gefühl eigener Ohnmacht heraus. Dahinter steht oft das Bedürfnis, wahrgenommen, gehört und verstanden zu werden.

Eine Verbalattacke gekonnt zu  parieren, heißt für Sie nicht, schlagfertiger oder „besser“ zu sein als die/ der andere, sondern zu verstehen, worum es eigentlich geht und wie Sie Ihr Gegenüber zu einem konstruktiven Dialog einladen können. Ob Ihnen dies gelingt, wissen Sie vorher nicht. Sie können andere Menschen nicht ändern, aber Sie können durch Ihr Verhalten Einfluss auf die Art und Weise nehmen, wie andere Menschen Ihnen begegnen.

Ihr persönlicher Spam-Filter gegen Verbalattacken


Was kann man tun, wenn man mit Worten angegriffen wird?

Nicht nur auf der Bühne, sondern auch in Alltagssituationen eröffnet Ihnen Coaching Wege, Konfliktsituationen souverän zu meistern und Ihren Standpunkt zu wahren:

Wenn Worte Stress auslösen

Unser Gehirn ist von seiner Anlage her nicht auf das Führen kontroverser Debatten optimiert, sondern auf das Überleben in freier Wildbahn. Ein fest eingebautes „Angstsystem“ sorgt dafür, dass wir im Falle einer vermeintlichen oder echten Bedrohung sehr viel Energie mobilisieren, um kämpfen oder flüchten zu können. Jeder von uns hat sicherlich schon am Arbeitsplatz hitzige Debatten erlebt, in deren Verlauf wir liebsten auf das Gegenüber losgegangen wären und vielleicht die Flucht aus dem Besprechungszimmer angetreten haben. Da wir natürlich gelernt haben, dass in einer verbalen Auseinandersetzung weder Kampf noch Flucht akzeptierte Optionen sind, geraten wir häufig in ein inneres Dilemma: Unsere in der Stress-Situation bereitgestellte Energie kann nicht abgebaut werden, und dies führt zu körperlichen Symptomen wie Atemnot, Schweißausbbrüchen, Herzrasen. Wir fühlen uns wie gelähmt und nicht in der Lage, dem verbalen Angriff unseres Gegenübers eigene Worte entgegenzusetzen.

Unser vegetatives Nervensystem können wir nicht ausschalten. Aber wir können wirkungsvolle Methoden entwickeln, unsere körperlichen Reaktionen und damit unseren Stresspegel besser zu kontrollieren.

Wunde Punkte

Welche Knöpfe drückt mein Gegenüber, um mich aus der Reserve zu locken? Jede/r von uns hat in der Familie, in der Schule, durch Freunde oder bei der Arbeit schon persönliche Abwertung oder sonstige Enttäuschungen erlebt. Werden solche Erfahrungen über einen längeren Zeitraum gemacht, graben sie sich in unser Unterbewusstsein ein und finden dort ihren festen Platz. Werden solche zurückliegenden Verletzungen von neuem angesprochen, reagieren wir darauf häufig sehr emotional und hilflos.

Ihr Weg zu mehr Souveränität führt über das Erkennen und Verändern der eigenen Reaktionsmuster. Lernen Sie, sich wirkungsvoll zu wappnen!

Überraschungsangriffe

Wie kann ich mich in unvorhergesehenen Situationen schützen? Gelegentlich passiert es uns, dass wir von einem verbalen Angriff „kalt erwischt“ werden. Jemand spricht uns zwischen Tür und Angel auf ein Problem an, das eigentlich eine längere Auseinandersetzung erfordert, oder unser Vorgesetzter leitet ein von ihm spontan anberaumtes Gespräch mit den Worten ein: „Eigentlich schätze ich Sie als Mitarbeiter ja sehr, aber…

Das Unfaire an diesem Spiel besteht darin, dass sich Ihr/e Gesprächspartner/in  schon in Ruhe zurechtgelegt hat, wie sie/er ihre oder seine Kritik Ihnen gegenüber vorbringen wird. Sie dagegen trifft es unvorbereitet, und Sie fühlen sich überrumpelt. Leider haben wir gelernt, dass wir auf Fragen sofort antworten, mit Kritik „umgehen“ müssen etc. Genau das aber führt oft dazu, dass wir hastig nach Erklärungen oder Rechtfertgiungen suchen und so in die Defensive geraten – ganz so, also würden  wir unserem Angreifer recht geben: Würde ich mich nicht verteidigen, müsste sie/er mich ja nicht angreifen – oder?

Selbstverständlich müssen Probleme, muss Unzufriedenheit im privaten und beruflichen Miteinander angesprochen werden. Es braucht dafür aber einen konstruktiven Rahmen, in welchem jede/r der Beteiligten mit ihrer/seiner Sicht der Dinge ernsthaftes Gehör findet.

Im Coaching entwickeln wir Strategien, wie Sie für sich und andere den Rahmen für einen fairen Umgang miteinander einfordern können.

Statusspiele

Wieso fühle ich mich bestimmten Personen gegenüber immer unterlegen? Sozialwissenschaftler haben herausgefunden, dass es zwischen Menschen ein ständiges Aushandeln darüber gibt, wer den Hochstatus und wer den Tiefstatus innehat. Wer gibt den Ton an, wer muss sich danach richten? Dieser Status kann ein Merkmal der Person sein – abhängig von Selbstwertgefühl, Zufriedenheit, Charisma -, er kann aber auch je nach Kontext variieren. Denken Sie beispielsweise an den Umgang miteinander in der Partnerschaft, zwischen Eltern und Kindern, an einen Antragsteller in einer Behörde, an eine Gerichtsverhandlung oder eine politische Debatte.

Denken Sie an Situationen, in denen Sie gerne selbstbewusster, souveräner agieren würden und Ihnen dies nicht gelingt. Welche Statussignale ermpfangen Sie von Ihrem Gegenüber, und wie laden Sie möglicherweise den anderen dazu ein, den Hochstatus einzunehmen und Ihnen den Tiefstatus zuzuweisen? Richten Sie Ihren Fokus dabei nicht nur auf Worte, sondern auf bestimmte Gesten oder Verhaltensweisen.

Wenn Sie Ihre eigene Rolle in diesem Spiel bewusst wahrnehmen, können Sie sie verändern.

Persönliche Weiterentwicklung

Wenn Sie Ihr  gelerntes Konfliktmuster Ihren heutigen Bedürfnissen anpassen, werden Sie beweglicher. Konlfikte nicht vermeiden zu müssen, sondern aktiv ansprechen zu können, verschafft Ihnen mehr Handlungsfreiheit im Umgang mit anderen Menschen. Gut streiten können bedeutet einen Gewinn an Lebensqualität.

Jede nicht geführte Auseinandersetzung ist eine verpasste Gelegenheit.

Sourerän mit Störungen umzugehen, macht Sie beim Sprechen vor Gruppen sicherer, und es trägt Ihnen die Sympathien des Publikums ein.

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