Lampenfieber

Zitternde Hände, weiche Knie, Schweißausbrüche und die Angst vor dem Blackout – gerade wenn es darauf ankommt, beweglich und präsent zu sein, lassen uns Organismus und Psyche gerne im Stich.

Was ist Lampenfieber?

Sei sind Ihren Ängsten auf der Bühne nicht schutzlos ausgeliefert. Im Coaching entwickeln wir gemeinsam Ihre individuelle Strategie, mit der Sie ihre Anspannung regulieren können.

Wir wenden uns gezielt den physiologischen und psychologischen Komponenten Ihres Lampenfiebers zu, damit Sie sich damit vertraut machen und es für Ihren erfolgreichen Auftritt zu nutzen können.

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Die physiologische Komponente

Die erste Komponente unseres Lampenfiebers ist so eine Art „blinder Alarm“.

Lampenfieber ist die gesunde Reaktion unseres Organismus auf eine außergewöhnliche Situation. Wir sehen uns einer Vielzahl von Menschen frontal gegenüber, unbekannte womöglich noch dazu. Dies löst in der Regel ein biologisch tief verankertes Verhaltensmuster aus. Ein Gebiet in unserem Gehirn, die Amygdala (deutsch „Mandelkern“) meint irrtümlich eine Bedrohung zu erkennen und aktiviert den sogenannten „Kampf-Flucht-Reflex“ aus. Wer schon einmal auf einer Bühne gestanden hat, hatte sicherlich auch schon das Gefühl, gegen einen imaginären Gegner zu kämpfen, oder den Drang, einfach wegzurennen.

Weder das eine noch das andere ist in einer solchen Situation möglich. Das hat zur Folge, dass die durch die unwillkürliche Stressreaktion bereitgestellte Energie nicht abgebaut werden kann und sich im Körper durch eine erhöhte Anspannung bemerkbar macht. Diese wiederum hindert uns, uns frei und beweglich zu fühlen – was den Stresspegel weiter in die Höhe treibt.

Der Weg aus dem Teufelskreis führt nicht über das Unterdrücken der Stressreaktion (was meist auch nicht gelingt), sondern darüber, sich mit dieser Antwort des Organismus vertraut zu machen: In welcher Phase Ihres Auftritts ist Ihre Anspannung am größten? Wo genau merken Sie sie im Körper? Können Sie sie durch Lockerungsübungen vorher oder durch bewusstes Atmen während Ihrer Präsentation beeinflussen?

Und natürlich eines nicht zu vergessen: Üben, üben, üben!

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Die psychologische Komponente

Isabel wachte nachts schweißgebadet auf. Sie musste ständig an die bevorstehende Präsentation denken. Ihr Chef hatte sie gebeten, kurzfristig für einen Kollegen einzuspringen. »Sie machen das schon«, hatte er gesagt.

Und nun bekam Isabel kein Auge zu. Es plagten sie Vorstellungen von dem, was alles schiefgehen konnte.

In unserem Coaching wurde schnell klar dass Isabel fachlich wie rhetorisch ohne weiteres in der Lage ist, eine Präsentation vor fünfundzwanzig oder mehr Besuchern zu halten. Ihre eigenen Versagensängsten waren es, mit denen sie sich das Leben schwer machte: Anstatt sich, wenn es darauf ankam, gelassen und zuversichtlich auf ihre Erfahrung zu besinnen, beschwor sie innerlich immer wieder ein Bild aus ihrer Schulzeit herauf: Sie steht an der Tafel und kann die gestellte Rechenaufgabe nicht lösen. Ihr damaliger Lehrer drängte sich vor ihr geistiges Auge mit der Botschaft: »Du lernst das nie. Setzen, Sechs.«

Ablehnung und Entwertung, die wir als Kind erfahren haben, können bis ins Erwachsenenalter hinein unser Selbstbild beeinträchtigen. Dies ist ein Schutzmechanismus unserer Psyche, der eine Retraumatisierung verhindern soll. Er sorgt dafür, dass wir uns einreden: Lass das lieber, du kannst das sowieso nicht. Die so entstehende negative Überzeugung verfestigt sich – sofern sie nicht korrigiert wird.

Nachdem wir Isabels negative Glaubenssätze als Ursache ihrer Selbstzweifel entlarvt hatten, konnte sie diese nach und nach auflösen und sich mit all ihrem Wissen und ihrer Energie auf die Präsentation vorbereiten. Sie stellte einen lebendigen und kompetenten Vortrag auf die Beine, der das Publikum begeisterte. Am meisten beeindruckt zeigte sich ihr Chef und meldete gleich Bedarf an einer weiteren Präsentation an. »Aber gerne doch«, antwortete Isabel Und genau so meinte sie es auch.

»Und?« fragte ich sie bei unserer letzten Sitzung. »Was macht Ihr früherer Mathelehrer? Spukt er  immer noch in Ihrem Kopf herum?«

»Nö«, entgegnete Isabel. »Den habe ich in den wohlverdienten Ruhestand geschickt.«

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